Marion und Martin Waid fast 70 Jahre Triathlonerfahrung
Marion und Martin Waid fast70 Jahre Triathlonerfahrung

Ironman Hawaii - das Orginal

Es gibt nur zwei Arten von Triathleten:

 

"Die einen waren schonmal auf Hawaii

und die anderten wollen noch hin!"

 

 

 

Marion

Zwischen meinen beiden Hawaiistart langen 12 Jahren dazwischen. Jahre in denen sich auch auf Hawaii viel verändert hat. Besonders in Kona ist sehr viel gebaut worden, so dass man es teilweise garnicht mehr erkannt hat.

 

1992 war der 1. Start für mich auf Hawaii. Ich hatte mich gleich bei meinem ersten Ironman Start in Roth für Hawaii qualifiziert. Als ich 14 Tage vor meinem Start auf Hawaii aus dem Flugzeug stieg, dachte ich bei der Hitze und Luftfeuchtigkeit kommst du nie an. So wurde bis zum Start meist um 6 Uhr morgens trainiert, weil es da noch nicht so warm war. Meist sind wir morgens mit dem Auto zum Pier gefahren und sind Teile der Schwimmstrecke geschwommen oder Rad gefahren. Eine Woche vorher war noch ein Lauf über 10 km mit anschliessenden Pancake-Essen. Bei dem Kona Connunity Lane Run wurde ich 3. und gewann meine Altersklasse.

Am 10. 10. 1992 ging es dann endlich los. Es wurden 3,9km in der Bucht von Kona geschwommen. Ich kam als 6. in meiner AK aus dem Wasser genau mit einer 1 Stunde. Dann ging es 180 km durch die baumlose Lavawüste bis nach Hawii und zurück nach Kona. Der Rückweg zog sich ganz schön in die Länge und es wurde immer wärmer. Mit einer Radzeit von 5:46.08 wechselte ich beim Kona Surf Hotel in meine Laufschuhe.

Ich hatte mir beim Laufen vorgenommen, nur an den Verpflegungstellen, die alle 1 Mile kamen, zu gehen, damit man auch genug trinken konnte. Leider ging es gleich nach den Wechsel den Hotelberg hoch, rechts den Berg runter, unten wenden und den Mist wieder rauf. So hatte man nach 2 km schon dicke Beine und eigentlich keine Lust mehr. Bis nach Kona ging es dann in Wellen weiter. Das mit mit den Verpflegungstellen konnte ich gut umsetzen. So kam ich mit einer Laufzeit von 3:55 Std. und einer Gesamtzeit von 10:42.08 als 7. meiner AK im "Hellen" ins Ziel und wurde 2. beste Deutsche.

 

 

2004 ging es für mich das zweite Mal zum Hawaii World Championship. Martin hatte sich in Frankfurt leider nicht qualifiziert, war aber, zusammen mit Joans (Martin´s Sohn), zum Anfeuern mit nach Hawaii geflogen.

Diesmal wusste man schon auf was man sich einlässt. Dachte man, aber die Bedingungen waren diesmal wesentlich härter als im Jahr 1992.

Das Schwimmen lief noch gut, ich kam nach 1:03.32 aus dem Wasser. Obwohl das Wasser auf dem Rückweg schon sehr kappeliger wurde. Dann ging es auf die Radstrecke und war an diesem Tag sehr, sehr hart. Von den 180km hatten wir 160km starken Seiten- bzw. Gegenwind und der Tag wurde lang. Mit 6:51.52 sieht man, wie hart die Bedingungen waren. Im Gegensatz zu 1992 war die Laufwechselzonen wieder am Pier und man lief am Meer aus Kona in Richtung Süden.  Als ich später unten aus dem Energy Lab kam wurde es schon dunkel. Es war ein ganz anderes Erlebnis im Dunkeln zu laufen, denn es gab nicht viel Beleuchtung auf Strasse. Mit einer Laufzeit 4:04.25 (zum 1. Mal über 4 Std.) kam ich nach 12:06.29 und wurde 15. in meiner AK. Ich wollte zwar aufs Podium, aber machmal läuft einfach nicht und ich war nur froh im Ziel zu sein.

 

Martin

1990 qualifizierte auch ich mich bei meinem ersten Ironman über die volle Distanz (1989 wurde eine Halbdistanz in Roth ausgetragen) überraschend als Nachrücker für Hawaii.

Als ich in Honululu durch die Flugzeugtür ins Freie trat war mein erster Gedanke, daß überlebst du nicht! Irgend jemand soll mal die Sauna ausmachen. Nach ein paar Tagen in Kona ging es dann. Fast jeden Morgen ging ich zum Pier schwimmen. Wir wohnten direkt in Kona, direkt am Meer. Vom Balkon konnte man Leute im Meer schwimmen und auf der Strasse radfahren oder laufen sehen.

Das Schwimmen klappte gut.

Beim Radfahren war es nicht so. In einer Abfahrt, noch auf dem Weg nach Hawi platze mir der Vorderreifen. Heute weiß ich, zu viel Druck und der Schlauch hat den Reifen üver die Felge gehoben. Zum Glück bin ich nicht gestürzt. Neuer Schlauch, aufgepumpt und weiter ging es.

Wir hatten 1990 das zweifelhafte Vergnügen eine neue Laufstrecke zu haben. Damit die Zufahrt zum Flughafen frei blieb (1989 war der Wendepunkt zum letzten Mal auf dem Queen K. Highway) war die Wende am Energy Lab, wie heute auch noch. Der Rad Lauf Wechsel befand sich auf dem Parkplatz des Kona Surf Hotels. Von Meereshöhe auf ca. 100m, dann rechts wieder runter zum Meer. "The Pit" wurde der Wendepunkt genannt. Dann wieder hoch. Nach 2km hatte man eigentlich keine Lust mehr. Der Rest "ging" dann teilweise auch. Nach 12:12 lief ich über die Ziellinie und was ich gefühlt habe kann man auf dem Finisher Foto erkennen. Von diesem Bild hatte ich die 226km lang geträumt.

 

Trainingstherapie und Physiotherapie
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© Martin Waid