Marion und Martin Waid über 60 Jahre Triathlonerfahrung
Marion und Martin Waidüber 60 Jahre Triathlonerfahrung

Alaska 2005

Als Kind wollte ich schon immer nach Kanada oder Alaska. Ich wusste nicht warum, nun weiß ich es. Ein schöneres Land habe ich noch nie gesehen. Überwältigend.

Aber von Anfang. Wir kamen um 11:10 in Anchorage an, waren um 11:40 in Frankfurt abgeflogen. Man fliegt kurz vor Mittag los, die Sonne geht nicht unter und man kommt wieder kurz vor Mittag an. Jeff, unser Freund aus Dubai Tagen holt und am Flughafen ab. Direkt neben dem International Airport ein See. Der Flughafen für Wasserflugzeuge. Gibt es wohl auch nur hier.

In der Azalea Road angekommen wurden, nachdem wir alle begrüßt hatten, die Räder zusammengebaut. Es war ja der „Reunion Ride" der Dubai Roadsters.

Also erstmal aufs Rad und eine Runde gedreht. Ganz schön steil hier. Dann wurde der Grill angeworfen, also Barbeque. Die Sonne stand am Himmel als wenn es gerade mal Nachmittag wäre und ich schlief ständig ein. Klar, dunkel wird es zu der Jahreszeit hier sowieso nie, dann der Flug mit der Zeit. Eine kurze Rechnung ergab, vor 24 Stunden waren wir in Seligenstadt aufgestanden. Es war 5 Uhr morgens für uns!

Anchorage ist eine sehr große Stadt, von der Ausdehnung her. Es wohne ca. 200000 Menschen hier, bei einer Gesamteinwohnerzahl von 800000 für ganz Alaska. In Anchorage gibt es überwiegend Einfamilienhäuser, meist sind diese aus Holz. Zwischen den Grundstücken sind keine Zäune, die würden die Elche auch kaum aufhalten die in der Stadt leben. Die einzige Stadt der Welt die mit Wildtieren lebt. Wir hatten beim Frühstück eine Elchkuh mit zwei Kälbern im Garten die sich seelenruhig durch die Rabatten gefressen haben.

Marion und ich hatten ja noch was geplant von dem nur Susi und Jeff wussten. Wir wollten heiraten. Nachdem auf dem Amt die, für deutsche Begriffe, recht unkonventionellen Formalitäten erledigt waren, wurden die andern Roadsters auch davon unterrichtet. Alle waren begeistert und fassten es als große Ehre auf. Mit Jeff und Susi als unsere Trauzeugen traute uns Tami, eine Freundin der Beiden. Sie war eine Laienpredigerin würde man bei uns sagen.

 

Hochzeit in Alaska

Ein phantastisch schöner Tag in einer atemberaubenden Landschaft unter Freunden. Die Bilder sagen alles.


Zwei Tage später kam dann der nächste Event. Das Fireweed Radrennen. Wir wollten den „double century", also zweimal 100 Meilen fahren. 318km, keine Ampel, einmal rechts abbiegen und jede Mange Radkilometer wo niemand sonst war. Als wir kurz vor dem Ziel nach Valdez hineinfuhren flog ein Seeadler über uns. Auch hier drücken die Bilder mehr aus als man schreiben kann.

 

Mit der Fähre sind wir dann durch den Prince William Sound nach Withier geschippert. An der Stelle vorbei wo ein besoffener Kapitän den Tanker Exxon Valdez auf ein Riff gesetzt hat und dessen Öl hat dann hier alles verpestet.

Wir unternahmen noch eine lange Radtour von Anchorage nach Seeward. Hier wird jedes Jahr der legendäre „Idarod" gestartet, das längste und härteste Hundeschlittenrennen.
Auf dem Hinweg übernachteten wir am Summit Lake. Ich bereue bis heute nicht in dem See gewesen zu sein. Aber der war echt kalt. Das Wasser kommt direkt vom Gletscher.
In Seeward unternahmen wir eine 6 Stunden Bootsfahrt zu einem Gletscher. Was dieses unglaubliche Land uns präsentierte, kann man sich es kaum vorstellen: Wale, Seeotter, Seelöwen, Seeadler, Puffins und ein schwimmender Bär.

Die 210km bis Anchorage zurück machten wir dann nonstop. Dafür hat es auch von Anfang an geregnet.

 

Als wir abreisten war ich mir sicher, ich komme noch mal in diese großartige Land zu reisen.

Trainingstherapie und Physiotherapie
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© Martin Waid